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Elevator Pitch: Kurzpräsentation in 60 Sekunden

Was ist ein Elevator Pitch - und wie kann man damit überzeugen?

Du kennst die Situation von Messen, Events oder Vorstellungsgesprächen. Die Frage: »Was machen Sie beruflich?« oder bei Kundengesprächen: »Wie lautet Ihre Idee?« Daraufhin fangen Viele an, zu erzählen, und beginnen dabei nicht selten bei Adam und Eva. Das ist nicht die beste Strategie, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Besser: der Elevator Pitch.

Was ist der Elevator Pitch?

Bei dem Elevator Pitch oder Elevator Speech handelt es sich um eine kurze Präsentation von maximal 120 Sekunden. Dieses Konzept hat seinen Ursprung in Amerika, als Vertriebler die Zeit im Aufzug nutzten, um dem Chef oder Kunden eine Idee zu pitchen. Diese Strategie war bereits nach kurzer Zeit schon so erfolgreich, dass es zum geflügelten Wort wurde und bis heute Einsatz findet.

Beim Elevator Pitch geht es also darum, in 60-120 Sekunden alles Relevante so zu erzählen, dass das Interesse des Gegenübers gesteigert wird und im besten Fall zu einem Abschluss führt. Doch man muss wissen, wie man diese Zeit effektiv nutzt.

Ein guter Pitch braucht eine gute Vorbereitung, und wenn man keine 2 Minuten Zeit hat, muss man strukturiert an die Sache herangehen. Dabei kann man sich an der AIDA-Formel anlehnen, die von Werbern seit Jahrzehnten im klassischen Marketing benutzt wird:

A  Attention   Aufmerksamkeit erzeugen    Was ist neu?
I  Interest   Interesse wecken    Was ist anders?
D  Desire   Verlangen auslösen    Wie profitiert man davon?
A  Action   Handlung provozieren    Jetzt zugreifen!

 

Auf diese 4 Punkte sollte der Elevator Pitch mindestens aufgebaut sein, damit er Erfolg mit sich zieht.

Wem das aber zu wenig ist, kann sich vorerst auf die nachfolgenden 6 Tipps stützen, die bei der Vorbereitung auf die Perfektionierung des Elevator Speech helfen:

  • Aufmerksamkeit erzielen durch einen spannenden Einstieg. Der Einstieg muss direkt sitzen, damit bei deinem Gegenüber Interesse geweckt wird. Dieser kann aus einer Frage oder einer These bestehen, die neugierig macht. Hier ist Selbstbewusstsein gefragt. Schau nicht auf den Boden, bleib 60 bis 120 Sekunden hochkonzentriert. Viel Zeit hast du nicht.
  • Den Mehrwert für dein Gegenüber herausstellen und direkt ansprechen. Du kannst jetzt nicht auf jedes Detail eingehen, stattdessen ist es wichtig, dass du deinen Gesprächspartner priorisierte Inhalte anbietest. Direkt und auf den Punkt gebrachte Inhalte zeigen, dass du deine Zielgruppe kennst und dich vor bereitet hast.
  • Interesse wecken, indem man authentisch, und voller Begeisterung ist. Es kommt nicht nur darauf an, was man sagt, sondern auch, wie man es sagt. Hier ist also Begeisterung für das Produkt, die Idee, die Zusammenarbeit gefragt. Wenn man seine Persönlichkeit reinlegt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Funke überspringt. Ist man ein humorvoller Typ, sollte man sich nicht zurück halten, Humor als Stärke einzubinden.
  • Der Großmutter-Test. Hierbei geht es um eine verständliche Sprache und darum, sein Gegenüber nicht mit Fachjargon und -begriffen zu erschlagen. Dafür bietet sich der sogenannte Großmutter-Test an: Würde sie verstehen, wovon du redest? Wenn du diese Frage mit ja beantworten kannst, wird dein Gesprächspartner deinen Ausführungen auch folgen können.
  • Call to Action. Der Abschluss des Elevator Pitch ist genau so wichtig wie der Einstieg. Hier ist es wichtig, zu einer Handlung aufzurufen. Wie kann die Aufforderung inhaltlich aussehen? Was könnte für dein Gegenüber der nächste Schritt sein? Sag es ihm.
  • Im Kontakt bleiben. Beim Elevator Pitch soll es nicht bleiben, also gib deine Visitenkarte weiter oder verabrede dich zu einem ausführlichen Gespräch. Wichtig ist, dass dein Gegenüber die Chance erhält, dich in Zukunft zu kontaktieren.

Wann und wofür kann man Elevator Speech einsetzen?

Wer einmal gelernt hat, wie Elevator Speech funktioniert, wird nicht mehr darauf verzichten wollen, denn die Einsatzgebiete sind schier endlos:

Messen: Ob du dein Unternehmen vertrittst, arbeitssuchend oder selbstständig bist, hier muss es schnell gehen. Bring dein Angebot oder deine Vorstellung auf den Punkt, begeistere mit deiner Begeisterung, steck dein Gegenüber mit deiner Energie an. Dasselbe gilt für Veranstaltungen und Events.

Projekte: Wenn du dein neustes Projekt vorstellst, möchtest du nickende Köpfe im Publikum sehen. Das heißt, dass dir Interesse und Zustimmung entgegengebracht werden. Mit dem Elevator Speech kannst du das innerhalb weniger Sekunden erreichen. Dafür genügt es, deine konkreten Ideen so verständlich und einfach wie nur möglich zu vermitteln. Dasselbe gilt für Verkaufsgespräche.

Netzwerktreffen: Da sich hier innerhalb kürzester Zeit viele Gespräche mit vielen verschiedenen Menschen ergeben, die zum Teil noch unbekannt sind, hilft dir der Elevator Pitch, im Gedächtnis zu bleiben. Hier kommt es darauf an, dass am Ende des Abends dein Gesicht und deine Ideen noch präsent sind. Die Visitenkarten wurde im Besten Fall vor Abklingen des Treffens bereits ausgetauscht.

Vorstellungsgespräch: Auch hier ist es besonders wichtig, selbstbewusst rüberzukommen. Daher sollte man im Gespräch auf Äh‘s und Hm‘s verzichten. Besser: Gut vorbereitet reingehen, auf den Punkt kommen, kurz und knackig sagen, wer man ist und was man macht. Hier empfiehlt es sich, zusätzlich die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, denn selbstsichere Menschen kennen sich und können das kommunizieren.

Telefonate: Niemand telefoniert gerne länger, als es unbedingt sein muss. Und vor allem im Job hat man keine Zeit für ausschweifende Gespräche.

Der Elevator Speech kann dir also auch im Alltag nützlich sein. Wenn du einmal verinnerlicht hast, wie man Dinge präzise und korrekt auf den Punkt bringt, wirst du nie wieder anders reden wollen.

Vorteile und Nachteile des Elevator Pitch und Elevator Speech

Bislang sind wir nur auf die Vorteile eingegangen: Die Neugierde für das Anliegen wird geweckt und der Nutzen für die Zielgruppe herausgearbeitet. Die Botschaft wird schnell und präzise übermittelt und ist zu jeder Zeit abrufbar.

Die Nachteile entstehen erst, wenn man die Methode nicht korrekt anwendet oder versucht, zu viel auf einmal mitteilen zu wollen. So ist eine Nebenwirkung, die auftreten kann, dass man die Dinge übertrieben und überspitzt darlegt. Schließlich hat man nur wenig Zeit zur Verfügung und möchte überzeugen! Doch sollte man zusehen, bei den Fakten zu bleibe, ansonsten könnte der Schuss nach hinten losgehen.

Wende niemals Elevator Speech bei einem ausgiebigen Gespräch an, das ist der falsche Rahmen dafür. Erinnere dich, woher dieses geflügelte Wort kommt und dass diese Methode eingesetzt werden sollte, um zu einem intensiven Gespräch zu gelangen. Hat man das geschafft, sollte man sich die nötige Ruhe und Zeit nehmen, um seinem Gegenüber mit den Details des Pitch vertraut zu machen.

Versuche, beim Pitchen keine Unruhe aufkommen zu lassen. Du hast gelesen, dass dir 60-120 Sekunden zur Verfügung stehen, das kann stressen. So viele Informationen, so wenig Zeit! Beruhige dich, atme tief durch und besinne dich auf die Idee hinter dieser Methode. Du möchtest dich vorstellen, deine Idee kurz anpreisen, zu verstehen geben, dass du einen modernen Lösungsansatz hast. Das bewerkstelligst du mit wenigen, gut formulierten Sätzen.

Was du keinesfalls tun solltest: 5 Minuten Redezeit in 120 Sekunden zu stopfen. Im schlimmsten Fall verlierst du die Übersicht über alle zu erwähnenden Punkte und verlierst den roten Faden und damit die Aufmerksamkeit deines Gesprächspartners. Das ist nicht Sinn der Sache. Hast du dich für ein Elevator Pitch entschieden, musst du dich an seine Regeln halten. Nur so bringt diese Methode den gewünschten Effekt.

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