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Mittagstief überwinden: Hilfreiche Tipps und Tricks

Nach dem Mittagessen fühlt man sich oft müde und schlapp. Mit diesen Tipps können Sie das Mittagstief überwinden.

So ziemlich jeder kennt diese Schwere, die sich nach dem Mittagessen über Körper, Geist und Seele legt: Das Mittagstief. Doch woher kommt es und was kann man dagegen tun? 

Was ist das Mittagstief und welche Ursachen gibt es dafür?

Das Mittagstief bezeichnet die eintretende Müdigkeit nach dem Mittagsessen. Der Fachbegriff dafür lautet postprandiale Somnolenz und bezeichnet nichts anderes als ein Leistungstief. Betroffene denken oftmals, dass sie in der Nacht zu wenig Schlaf bekommen haben, doch das ist ein Irrtum. Das Mittagstief ist unabhängig von den Stunden, die man in der Nacht vorher geschlafen hat.

Was tatsächlich im Körper passiert: Nach der Nahrungsaufnahme verbraucht der Verdauungstrakt viel Energie, diese wird dem restlichen Körper entzogen, bzw. die Energie konzentriert sich dann auf die Körperregion, die sie am dringendsten braucht. Physisch und psychisch fährt man also runter. Das Blut, das für die Verarbeitung des Essens zuständig ist, steht dem Gehirn nicht zur Verfügung. Darunter leidet entsprechend die Konzentrationsfähigkeit, weswegen es in anderen Ländern, gerade in den Sommermonaten, eine längere Mittagspause gibt. Das sogenannte Mittagsschläfchen ist in diesen Ländern besonders beliebt und hilft.

In Deutschland hat beispielsweise die Kommune Vechta den Arbeitnehmern eine Erholungspause von 20 Minuten nach der Mittagspause eingerichtet. Mit Erfolg! Die Zahlen beweisen, wie viel produktiver die Mitarbeiter sind. Hinzu kommt, dass die Leistungsfähigkeit gesteigert wird und die Krankheitszahlen geringer geworden sind.

Interessanter Fakt: Durch schweres und fettiges Essen wird der Zustand des Mittagstiefs verstärkt, da der Magen mehr Arbeit aufwenden muss, um die Nahrung zu verarbeiten. Neuste Studien zeigen auf, dass nicht Kohlenhydrate, sondern Eiweiß und Salz dieses Mittagstief begünstigen.

Und wie sehr dieses Thema uns Menschen beschäftigt, kann man daran sehen, dass selbst einer der bekanntesten Schriftsteller in unseren Breitengraden bereits zu dem Thema ausgefragt wurde. Ernest Hemingway sagte einst in einem Interview: »Stop while you’re ahead!« Der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören, sei genau dann, wenn er wüsste, er könnte noch mehr schreiben, aber dennoch aufhöre, um am nächsten Tag oder nach einer Pause mit noch mehr Energie zurück an die Arbeit zu gehen.

Und die Psychologin Zeigarnik stimmte dem zu und ergänzte: »Menschen erinnern sich besser an abgebrochene oder nicht zu Ende gebrachte Aufgaben, weswegen wir nach einer Pause voller Motivation zurück an die Arbeit gehen!« Bewiesen ist das zwar nicht, sodass die Wissenschaft hier von einem unzuverlässigen Phänomen spricht, doch ist es definitiv hilfreich, einen klaren Kopf zu behalten und mit neuem Schwung an alte Aufgaben zu gehen. Denn das Gehirn strebt förmlich danach, Aufgaben zu Ende zu bringen. Und das kann nach einer Pause für einen ordentlichen Motivationsschub sorgen.

Was tun gegen das Mittagstief?

Es gibt einige Tipps und Tricks, die man beherzigen kann, wenn man die Schwere am Mittag eindämmen möchte:

 

  • Das Mittagsschläfchen. So simpel und doch effektiv: Ein Powernap für 15 bis 20 Minuten belebt die Geister! Länger als 30 Minuten sollte das Nickerchen aber nicht gehen, da man ansonsten gerädert aufwacht. Denn je länger man schläft, desto länger braucht man zum Wachwerden.

Pro Tipp: Vor dem Schläfchen einen Espresso oder kleinen Kaffee trinken, denn das Koffein benötigt ca. 30 Minuten, um seine volle Wirkung zu entfalten. Steht man nach 15 bis 30 Minuten wieder auf, profitiert man gleich doppelt von der neuen Energie.

  • Auf die Größe kommt es an: Statt drei großen Mahlzeiten lieber mehrere Kleine über den Tag verteilen. Der Magen wird dadurch entlastet, da er zwar häufiger, aber nicht so viel zu arbeiten hat. Das Blut bleibt also während der Verdauung dem Gehirn erhalten und man fühlt das Mittagstief nicht so heftig. Mit entsprechendem Brainfood wie Obst und Nüssen kann man sein Gehirn zusätzlich positiv unterstützen.
  • Eine bekannte Redewendung erklärt den nächsten Tipp: »Nach dem Essen sollst du ruh‘n oder 1000 Schritte tun!« Wer also gerade auf der Arbeit nicht die Möglichkeit hat, sich im Büro für ein Schläfchen hinzulegen, der sollte raus an die frische Luft gehen. Ein Spaziergang ist ideal zum Sauerstofftanken und überfordert den Körper nicht. Denn Vorsicht: Bei zu viel Bewegung oder gar Sport kann die Magensäure nach oben steigen und Sodbrennen auslösen.

Good to Know: Gerade in einem großen Büro sollte aus diesem Grund auch regelmäßig gelüftet werden, denn beim Ausatmen stößt man Kohlenstoffdioxid aus, der Sauerstoffanteil im Raum sinkt. Und mit dem Sauerstoff sinkt auch immer die Konzentration.

  • Belebend für Körper, Geist und Seele sind auch ätherische Öle wie Pfefferminze oder Chinaöl. Befindet man sich im Mittagstief, kann man sich ein Näschen gönnen, denn die Frische kickt rein und macht wach.
  • Wasser und Kräutertees helfen, dem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen. Denn oftmals verwechselt das menschliche Gehirn Durst mit Hunger. Um üppigen Mahlzeiten zu entgehen, sollte man also regelmäßig und ausreichend trinken. Doch Wasser kann auch anderweitig helfen, beispielsweise indem man sich das Gesicht kalt abwäscht. Auch Arme, Hals und Dekolletee zu befeuchten kann helfen, dass man sich direkt frischer und wacher fühlt und es tatsächlich ist. Ein paar Tropfen Rosmarinöl sollen zusätzliche Hilfe bringen.
  • Doch am wichtigsten ist letztendlich die richtige Ernährung, denn nur eine leichte und bewusste Kost hilft dem Körper, nicht im Mittagstief zu verweilen. Zu Hause kann man das natürlich einfacher umsetzen als im Büro, indem man beispielsweise einen Eintopf zubereitet. Im Büro ist man hingegen schon mal darauf angewiesen, was die hauseigene Kantine anbietet. Und da kann man ruhig zu vegetarischen Gerichten greifen, die weniger schwer im Magen liegen. Vorausgesetzt, diese Gerichte wurden nicht in einem Liter Sahne versenkt, aber das sieht man dem Essen meistens an.
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