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Der Obelix-Effekt: Alleine essen müssen

Die Mittagspause alleine verbringen müssen: Benannt wurde dieses häufige Phänomen nach dem Gallier Obelix, welcher auch immer alleine essen musste. Was hilft gegen den Obelix-Effekt?

Dieses Thema ereignet sich leider in vielen Büros: Der Obelix-Effekt. Hierbei handelt es sich um das soziale Phänomen, beim Mittagessen abseits der Kollegen zu sitzen und sein Essen alleine einzunehmen. Wieso das ungesund ist und was man dagegen tun kann, wenn man davon betroffen ist, soll nachfolgend geklärt werden.

Was ist der Obelix-Effekt?

Asterix und Obelix

So ziemlich jeder kennt die bekannten Asterix-Comics. Nebst Asterix nimmt Obelix eine wichtige Rolle ein, denn er ist als Kind in einen Topf voll Zaubertrank gefallen und seitdem der stärkste Gallier im Dorf. Aus diesem Grund darf er nie mitmachen, wenn sich alle anderen Gallier um den Topf mit dem Trank scharen, um ihre Portion einzunehmen. Immer wieder sieht man Obelix traurig am Rand stehen, mit Idefix, seinem Hündchen, eine Schnute ziehend. Manchmal versucht Obelix auch, sich besonders klein zu machen oder zu verkleiden, um ganz unauffällig einen Schluck zu ergattern, doch er darf nicht. So bleibt Obelix letztendlich immer außen vor.

Diese Situation kann auf die Mittagspause im Büro transferiert werden, wenn alle Kollegen gemeinsam essen gehen, einer aber übrigbleibt. Sei es, weil er nicht gefragt oder absichtlich ausgegrenzt wurde – er wird sein Mittagessen allein einnehmen müssen.

Wie wichtig ist die Mittagspause?

Kollegen essen gemeinsam zum Mittag

Die Mittagspause ist wichtig. Jeder braucht etwas Zeit, um abzuschalten, sich zu bewegen, an die frische Luft zu kommen und selbstverständlich etwas zu essen. Doch darüber hinaus ist die Arbeitspause auch ein soziales Happening im Kleinen. Beim Mittagessen kann man sich mit den Kollegen unterhalten, den wichtigsten Tratsch austauschen und Gemeinsamkeiten finden.

Diese kleinen privaten Konversationen schaffen auch immer Vertrauen und sorgen für eine bessere Arbeitsatmosphäre, was sich automatisch auf die Arbeit auswirkt.

Wer mit wem essen geht, sagt zusätzlich etwas über die Konstellation in einem Betrieb aus. 

  • Wer gibt den Ton an?
  • Wer schlägt die Locations vor?
  • Wer nimmt die Sache in die Hand und trommelt die Arbeitskollegen zusammen?
  • Wer wird immer umworben und darf sich sogar Unpünktlichkeit leisten?

Die Antworten auf diese Fragen weisen auf die Beliebtheit eines Menschen hin. Die Mittagspause wird somit zum Barometer der Popularität. Und wer nicht wertgeschätzt wird, muss alleine spielen, wie damals in der Schule.

Gründe, wieso die Kollegen einen meiden

Alleine essen in der Mittagspause

Bleiben wir noch eine Weile in der Vergangenheit und denken an die Kinder zurück, die damals in der Schule gemieden wurden. Hatten sie etwas verbockt? Waren sie doof? Haben sie gestunken? Nein, aber ihr Essen vielleicht. Und so unlogisch, wie damals Kinder in der Schule gemieden wurden, werden heute unsere erwachsenen Kollegen gemieden.

Dabei können diese Obelixe in den meisten Fällen nichts dafür. Und doch gibt es Gründe, wieso ein Kollege nicht gefragt wird, ob er mit in die Mittagspause kommt.

Einer dieser Gründe kann sein, dass er, wie bereits oben erwähnt, zu den Selbstversorgern im Büro gehört, der sich sein Essen von zu Hause mitnimmt. Wenn diese Mahlzeit streng riecht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass andere Menschen diesem Essspektakel nicht beiwohnen möchten. Dabei muss das Gericht nicht mal streng riechen; es reicht, wenn man in der ersten Woche das Signal gegeben hat, dass man lieber alleine isst. Nach der dritten Absage wird man vermutlich aus Höflichkeit nicht mehr gefragt, ob man mitgehen möchte. Im Gegensatz zur Schulzeit kann man hier das Ruder also selbst in die Hand nehmen und einfach mal den Kollegen Bescheid geben, dass man gern mitgehen würde. Auch mal die Initiative ergreifen!

Letzteres fällt unter den Punkt der falschen Vermarktung seiner Person. In einem neuen Büro mit neuen Kollegen muss man erstmal zeigen, wer man ist und Bekanntschaften knüpfen. Anstatt sein Essen also in der Mikrowelle warm zu machen oder die Diätambitionen mit der Kohlsuppendiät am Bürotisch umzusetzen – raus gehen, mit Menschen reden, gemeinsam frische Luft schnappen und essen. Lass dir von deinen Kollegen die Umgebung zeigen, sie kennen bestimmt die besten Spots für Kost und Entspannung. Die Smalltalkthemen reichen hier vom Wetter bis zum Mars, man muss nur seine Möglichkeiten wahrnehmen.

Lass dich nicht Obelixen!

Lass nicht zu, dass andere Menschen dich in die Isolation treiben und noch wichtiger: Sabotiere dich nicht selbst, indem du dich der Isolation hingibst.

Bisher haben wir nur die Punkte beleuchtet, die einen zwischenmenschlich belasten, aber deine Gewohnheiten wirken sich auch auf deinen Job aus. Weil es nicht professionell wirkt, wenn einer der Vorgesetzten das Büro betritt und du deine 5 Minuten Terrine auslöffelst. Klingt erstmal nach einer günstigen Mittagessenalternative, wirkt sich aber schlecht auf dein Image aus. Job ist Job und auch während der Mittagspause sollte man sich nicht komplett gehen lassen. Davon abgesehen, dass es unprofessionell wirkt, sein Mettbrötchen am Schreibtisch einzunehmen, erhöhen sich deine Chancen, im Unternehmen aufzusteigen, wenn du mit deinen Kollegen gut auskommst.

Die Lösung ist recht simpel: Geh mit den Arbeitskollegen in die Arbeitspause, signalisiere, dass du Interesse an ihrer Anwesenheit hast. Geht gemeinsam an die frische Luft und unterhaltet euch.

Macht in eurer Pause alles, worauf ihr Lust habt, aber seid dabei nicht alleine.

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